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1. Rang

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Im hochbaulichen Einladungswettbewerb „Neubau eines Wohn- und Verwaltungsgebäudes im Siedlungsgebiet der Margarethenhöhe in Essen" erzielt der gemeinsame Entwurf von wörner traxler richter planungsgesellschaft mbh und Mijaa Raummanufaktur Architekten in Kooperation mit der ina Planungsgesellschaft im Bereich Energieberatung den ersten Rang.


Fünf Büros waren eingeladen, ihre Wettbewerbsarbeiten zum 20. August 2018 einzureichen. Bei ihrer Sitzung am 21. September diesen Jahres, kam das Preisgericht einstimmig zu dem Schluss, einen ersten Platz an das Team um wtr und keinen zweiten Rang zu vergeben.
In dem prämierten Wettbewerbsbeitrag wird die Körnigkeit der Siedlung in der neuen Bebauung straßenseitig aufgenommen und waldseitig behutsam weiterentwickelt. Die Wohnhäuser verbleiben straßenseitig als hohe, zweigeschossige und traufständige Baukörper in der Morphologie der Siedlung und spielen sich zum Waldraum hin als dreigeschossiger Baukörper mit zweigeschossigem Anbau hin frei. Die drei Wohnbauten mit jeweils 13 Wohnungen werden gegliedert in zwei zueinander versetzte und so die Straßenflucht differenzierende Gebäudeteile sowie in einen in den Gartenraum hineingeschobenen Gartenwohnbereich.


Laut der Begründung des Preisgerichts ist dies ein überzeugender Ansatz, der die Besonderheit des Grundstücks, am Übergang zum Wald berücksichtigt und die Qualität des Naturraums tief in das Grundstück – auch zum Nutzen der Nachbargebäude – herein zieht. Weiter heißt es in der Begründung des Preisgerichts: 'Zur Straße zurückhaltend aber dennoch mit durchdachten Details entwickelt, überraschen die Wohnhäuser gartenseitig mit ihrer Auflösung und dem Materialwechsel von Stein zu Holz bei den Annexbauten. Aus dieser Auflösung der Gebäudekubaturen werden für die Grundrisse hervorragende Qualitäten entwickelt.´


Das ebenfalls zur Entwurfaufgabe zählende Verwaltungsgebäude orientiert sich als eigenständiges, monolithisches Gebäude selbstbewusst zur Kreuzung Lehnsgrund/Altenau und entwickelt im Inneren einen kommunikativen, räumlichen Reichtum zwischen allen Gebäudeebenen. Der First verläuft diagonal von Gebäudeecke zu Gebäudeecke. Hierdurch betont der erhöhte Firstpunkt sowie die fallenden Traufen beide Gebäudeseiten – vermeidet somit die Wertung in Giebel- und Traufseite – und löst so das Gebäude subtil aus den Wohnbaukörpern der Umgebung. Gleichzeitig nimmt die Diagonalität der Dachfigur Bezug auf die plastische Wirkung der bestehenden Walmdächer der Siedlung und bindet das Verwaltungsgebäude so in die Dachlandschaft der Siedlung ein.


Das Preisgericht bewertet die zurückhaltende Architektursprache des Gebäudes, die die Nutzung des Verwaltungsbaus in der herausragenden Wohnsiedlung der Margarethenhöhe nicht in den Vordergrund drängt, als sehr wohltuend. Ferner heißt es: ' Die Positionierung des Verwaltungsbaus als nur leicht zurückgesetzt von der Straße lässt einen kleinen Vorplatz für das Gebäude und somit eine klare Adressierung entstehen. Die aus der Firstverdrehung abgeleiteten Innenraumqualitäten für die Besprechungs- und großen Büroräume überzeugen.


Die Arbeit überrascht und überzeugt in ihrer Gesamtkonzeption und in vielen Details und stellt eine hervorragende Grundlage für eine Weiterentwicklung dar.´

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