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DRESDYN - Labor- und Experimentalgebäude für Magnetohydrodynamik

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Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

DRESDYN - Labor- und Experimentalgebäude für Magnetohydrodynamik

Auftraggeber | Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V.
Leistung | LP 2-8
NF | 1.170 m², BGF | 2.300 m², BRI | 17.580 m³
Fertigstellung | 2014

DRESDYN steht für „DREsden Sodium facility for DYNamo and thermohydraulic studies" oder „Dresdner planetarer Dynamo" und bezeichnet eine Art künstlicher Planetenkern aus Flüssigmetall. In dem für ihn errichteten Experimental- und Laborgebäude soll weltweit zum ersten Mal die Entstehung des Erdmagnetfeldes simuliert werden.
Im Inneren markiert eine rot-orangefarbene Box das Herzstück der Anlage - den präzessionsgetriebenen Dynamo. Dieser mit flüssigem Natrium gefüllte, mehrachsig rotierende Zylinder von zwei Metern Durchmesser wälzt das Flüssigmetall in teils chaotischen Wirbeln wie im Erdkern umher und entfaltet dabei enorme Kreiselkräfte. Ein massives Fundament ist deshalb ebenso erforderlich wie die Beachtung der extrem hohen Sicherheitsanforderungen: So ist der Zylinder von einem massiven und dichten, mit Edelstahl ausgekleideten Containment umgeben, der im Havarie- und Brandfall mit Argongas geflutet werden kann und gleichzeitig Schutz vor abirrenden Teilen bietet. Um eine durch den Kontakt von flüssigem Natrium mit Wasser resultierende Knallgasreaktion zu vermeiden, gibt es zudem eine strikte funktionale Gliederung des Gebäudes in die „Wasserseite" mit den Laboren und die „Nichtwasserseite" mit der eigentlichen Experimentierhalle.
Auf die im Inneren herrschenden Kräfte wird mit einer robusten, monolithischen Fassade aus wuchtigen, großformatigen Betonsandwich-Platten geantwortet.

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