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Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt

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Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt

2. Bauabschnitt, Haus 23 D,E,F

Auftraggeber | Land Hessen vertr. durch HMWK mit HMdF vertr. durch hbm
Leistung | LP 5-9
NF | 19.696  m², BGF | 52.011  m², BRI | 233.620  m³
Fertigstellung | 2018

Das Universitätsklinikum Frankfurt am Main ist mit insgesamt 450.000m² Grundstücksfläche eines der größten zusammenhängenden Areale im Stadtgebiet. Die historische städtebaulich gewachsene Struktur ließ im Jahr 2006, dem Zeitpunkt der Beauftragung eines Masterplans, für das Gesamtareal keinerlei System oder Ordnungsprinzip mehr erkennen. Es fehlte an Orientierung und Effizienz.

Heute bildet das seit 2010 grundsaniertes und modernisierte Bettenhaus Haus 23 aus den 1970er Jahren einen Hauptorientierungspunkt im Gelände. Dennoch liegen 80 Gebäude, darunter wichtige klinische Zentren, noch immer größtenteils verbindungslos verteilt auf dem 1,5 Kilometer langen Grundstück. Und ein das Gelände spaltender Bahndamm stellt zudem eine große, nicht veränderbare Beeinträchtigung der funktionalen Beziehungen zwischen den Gebäuden dar.

Der 2006 entwickelte Masterplan, ein effizientes Ordnungssystem, spannt das Erschließungsnetz für alle Gebäude an identitätsstiftenden Landmarken im Gelände auf und definiert darüber eindeutige Quartiere, deren Binnenleben nach bestimmten Regeln modular weiter aufgebaut werden können. Getrennten Geländeteile können durch Verbindungstunnel verknüpft und die Gesamterschließung des Geländes weiterentwickelt werden.

Mit den Erweiterungsbauten südlich des Hauses 23 wird das größte Bauvorhaben des 2. Bauabschnitts zur Erneuerung des Universitätsklinikums am Theodor-Stern-Kai entlang des Masterplans umgesetzt. Südlich des Bettenhochhauses entstehen drei Pavillonbauten die miteinander verbunden werden. Die Baufertigstellung ist für Juli 2017, die Inbetriebnahme für Januar 2018 geplant.

Das zentrale Bettenhaus, Haus 23, wirkt heute als Eingang des Universitätsklinikum. Es hat im vergangenen Jahrzehnt viele Um- und Anbauten erhalten. Unter anderem bis 2012 einen Erweiterungsbau mit Operationsräumen und Hubschrauberlandeplatz. Mit drei neuen Pavillonbauten im Süden wird der Zentralbau nun in einem zweiten Bauabschnitt komplettiert. Der Erweiterungsbau ist konzeptionell wie auch visuell die logische Fortführung des ersten Bauabschnitts. Das Erschließungssystem des Bestandsgebäudes wie die Magistralen und andere wegetechnische Anbindepunkte werden aufgenommen und weitergeführt.

Auf 20 000 Quadratmeter entwickelt sich hier ein Zentrum für alle mit dem menschlichen Kopf befassten Spezialisten. Durch die räumliche Nähe aller Disziplinen rechnet man mit gewinnbringenden Synergien in Forschung und Lehre. Das Bauvorhaben ist das derzeit größte Neubauprojekt des Landes Hessen im Hochschulbereich.

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